Deichgedanken
Der zweigeteilte Himmel
Wer auf dem Deich steht, kann weit schauen. Der Blick des politischen Lyrikers Erwin Wenzel schweift aufs Meer, aber er blickt auch ins Land. Gedanken fließen und finden ihre Wort-Form in Gedichten.
Der zeitliche Radius reicht von „Wendezeit" bis „Zeitenwende". Verteilungskämpfe wie Verlustängste finden Ausdruck im Gedicht.
Manches Gedicht kreist um ein Bild, wird durch ein Foto Erwin Wenzels gespiegelt oder gebrochen. Andere erzählen aus dem Leben eines Schreibtisches oder eines Rollstuhls. Fotos und Gedichte umreißen den Horizont von zwei Seiten.
Ein Leser wird befragt, oder es werden Erinnerungen wach an Kinobesuche aus drei Jahrzehnten.